Provitamin Q10

Diese inaktive Vorstufe von Biotin (auch als Vitamin B7 bekannt) kann dir Aufschluss darüber geben, ob du ausreichende Spiegel davon im Blut aufweist. Es ist ein Cofaktor einiger Enzyme im Körper (sog. Carboxylasen) und nimmt somit am Fett- Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel teil. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle beim Zellwachstum, der mitochondrialen Energiegewinnung, der Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln, sowie dem Erhalt der Schleimhäute, Blutzellen, Talgdrüsen und dem Nervengewebe. Eine orale Supplementierung bei niedrigen Spiegeln wird allerdings kritisch von verschiedenen Fachkreisen diskutiert. Bei auffälligen Ergebnissen ist ein Termin bei einem Arzt zu empfehlen.

Gründe für die Veränderung meiner Werte

Zu hohe Supplementierung. Im Fall von zu hohen Biotinspiegeln ist darauf zu achten, dass Laboruntersuchungen dadurch verfälscht werden können. Teilweise können Laborwerte zu hoch oder zu niedrig ausfallen. Vor einer Laboruntersuchung sollten Biotin Präparate ca. 5 Tage vor Untersuchung pausiert werden, um keine verfälschten Werte zu erzeugen. Besonders ab 10mg/Tag werden Labortests verfälscht, aber häufig auch schon darunter. Aus der Sicht der Vorbeugung sollten Plasmawerte von mindestens 1,0 μg/ ml erreicht werden. Der therapeutische Zielwert liegt bei > 2,5 µg/ml. Mängel sind meistens genetisch bedingt oder a.e. sekundär (sehr selten primär), jedoch sind Mängel auch äußerst selten.

Wann sollte ich mich testen?

Bei begründetem Verdacht auf einen Mangel – im besten Fall durch eine*n Ärzt*in festgestellt. Allerdings werden Vitamin A, C und Biotin Spiegel Bestimmungen eher selten durchgeführt, da Biotin in vielen Lebensmitteln steckt und ein Mangel daher auch nur selten auftritt. Er macht sich häufig allerdings auch erst nach längerer Zeit bemerkbar. Menschen, die zur Risikogruppe für einen Biotinmangel in Frage kommen sind Diabetes mellitus Patienten, dialysepflichtige Patienten, sowie Menschen mit Darmerkrankungen. Bei Medikamenteneinnahme wie z.B. Antibiotika oder Phenobarbital kann es ebenfalls zu einem Biotinmangel kommen. Coenzym Q10 bindet sich im Blut an Cholesterin. Eine Hypercholesterinämie kann somit eine normale oder sogar sehr gute Coenzym Q10 Versorgung vortäuschen, weshalb eine Korrektur anhand des Cholesterinwerts zu erwägen ist. Je nach zugrundeliegender Berechnungsformal kann erst ab Cholesterinwerten von 350 mg/dl oder höher ein grenzwertig normaler Coenzym Q10 auch zu einem Lipid-korrigiertem Q10 Quotient von < 0,2 führen. Bei normalen Cholesterinspiegeln oder auch therapeutisch normalisierten Werten (z.B. unter Statintherapie) kann die Korrektur sogar fälschlich eine gute Q10 Versorgung vortäuschen. Da Statine nicht nur die Cholesterin, sondern auch die Co-Q10 Synthese hemmen könnte das fatal sein.